Einstieg: Spatial Content im Marketing

Einstieg: Spatial Content im Marketing
Neue Bilderwelt für unsere neue Website (In Vorbereitung)

„Spatial Content“ bezeichnet Inhalte, die in einer dreidimensionalen Umgebung platziert werden und mit denen sich Nutzer intuitiv und interaktiv auseinandersetzen können. Dabei geht es nicht nur um reine 3D-Modelle, sondern um ein neues Level der Kundenansprache, das durch Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) ermöglicht wird. Durch den gezielten Einsatz von Spatial Content im Marketing können Unternehmen Produkte und Dienstleistungen auf innovative Weise präsentieren: Kunden können ein Produkt in ihren eigenen Räumen virtuell erleben, Details aus verschiedenen Perspektiven betrachten oder die Funktionsweise interaktiv ausprobieren.

In dieser Newsletter–Ausgabe möchte ich einen Überblick zu den Formaten und einigen Einsatzformen geben. Im nächsten Beitrag „Augmented Reality im eCommerce“ stelle ich weitere Einsatzzwecke vor. Weiterempfehlen und ein Abo lohnt sich also!

Warum Spatial Content?

„Der Saal war gedämpft beleuchtet, und das Publikum wartete gespannt. Als der Redner die Bühne betrat, hatte er nur ein schmales Tablet in der Hand. „Jetzt möchte ich Ihnen unser neuestes Produkt vorstellen“, begann er, „aber nicht einfach nur zeigen, sondern erlebbar machen.“

Er hielt das Tablet hoch, ein kurzer Wisch – und plötzlich schwebte ein elegantes 3D-Modell eines Stuhls über der Bühne auf dem Bildschirm. Die Interessenten nicht nur in der ersten Reihe starrten gebannt. Mit einem Fingerzeig rotierte der Redner das Objekt, ließ es über die Bühne wandern und schwebend zum Publikum „fliegen“. Die Zuschauer fühlten, wie sich die Distanz zur Marke auflöste. Es war, als könnte er den Stuhl fast berühren, seine Polsterung spüren. Die Anwesenden murmelten begeistert, während der Redner weitere Details zeigte, Stoffvarianten einblendete und sogar simulierte, wie sich der Stuhl in ein modernes Büro einfügen würde. Am Ende war klar: Dieses Produkt war nicht nur sichtbar – es war erlebbar geworden.“

Diese Art der Präsentation nenne ich, angelehnt an die Präsentation eines Architekten mit einem Modell eines neuen Bauwerks, Spatial Presentation. Wurde uns auch von Rednern auf Kundenseite z.B. von der Firma Siemens bestätigt in meinem Projekt-Video zur DDX-AR-Lösung meiner Agentur viSales GmbH .

Dieser Ansatz eröffnet nicht nur kreative Spielräume, sondern trägt auch dazu bei, Kaufentscheidungen fundierter und schneller zu treffen. Denn je realistischer und anfassbarer ein Produkt wirkt, desto stärker ist die emotionale Bindung und das Vertrauen in die Marke. Zudem können Unternehmen mit AR- und VR-Inhalten auf Messen, in Showrooms oder in Online-Kampagnen gezielt punkten, indem sie sich von der Konkurrenz abheben und gleichzeitig die Markenbekanntheit stärken.

Spatial Content macht Marketing lebendig und greifbar – eine spannende Chance, die es zu nutzen gilt.

Spatial Foto

Vor rund zwei Jahren stellte Apple das Feature Spatial Foto vor: Dies ist Apples Bezeichnung und technisches Format für (stereoskopische) 3D–Fotos im Rechteckformat  mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten.

Spatial Fotos bieten B2B-Unternehmen eine innovative Möglichkeit, ihre Produkte und Dienstleistungen auf eindrucksvolle Weise zu präsentieren. Mit diesen Fotos können Kunden und Partner virtuelle Umgebungen erkunden, Maschinen oder komplexe Anlagen aus jeder Perspektive betrachten und sich ein genaues Bild von den Details machen – ohne vor Ort sein zu müssen. Dies vereinfacht die Entscheidungsfindung, da potenzielle Käufer Produkte so erleben können, als stünden sie direkt davor. Besonders bei erklärungsbedürftigen Technologien oder Prozessen helfen Spatial Fotos, wichtige Informationen anschaulich und schnell zu vermitteln. Ob als interaktive Showrooms, visuelle Bedienungsanleitungen oder Schulungsmaterialien – spatial Fotos ermöglichen eine zeitgemäße und immersive Kommunikation.

Ein Betrachter schaut sich ein „räumliches Foto“ an. Es ist als ob man durch einen in der Luft schwebenden Bilderrahmen in die Szene hinein schauen kann.

Nicht nur Kindergeburtstage, sondern jeder besondere Moment sollte in diesem Format fotografiert werden um so später in der Kundenkommunikation genutzt zu werden. Fotos eines Kundenevents, einer Messe, ein Kundentestimmonial oder eine Produktneuheit so aufbereiten, sei es für die spitze Zielgruppe der Apple Vision Pro-Nutzer oder in Zukunft iPhone und iPad.

Schon heute lassen sich solche Bilder auch mit einem autostereoskopischen Monitor OHNE Apple Vision Pro anschauen. Mehr dazu in meinem Beitrag zu 3D-Monitore wie Looking Glass und Co.

Sonderfall Panorama–Foto & 3D–Foto von Facebook

Mit dem Handy solche Bilderstreifen (Panorama-Fotos) aufzunehmen ist keine neue Sache. Diese mit dem Handy anzuschauen ebenso nicht. Das gleiche Bild mit einer AR-/VR-Brille anzuschauen und MITTEN DRIN zu stehen ist ein sehr immersiver Eindruck.

Die 3D-Foto-Funktion von Facebook ist eine weitere Foto-Spielart, die ich in das Feld des Spatial-Contents zählen würde. Dazu gibt es ein kurzes Video von mir:

Spatial Video

Während man sich bei einem „Spatial Foto“ ein Standbild einer Szene anschaut, erlebt man bei dem Videoformat eine immersive (3D-Videoszene) als eine Art „Bilderrahmen in der Luft“. Zu diesem Format und den anderen Foto- und Videovarianten gibt es auch den Beitrag Was ist Spatial Video in dem ich im Detail drauf eingehe.

Immersive Video

Während ich bei einem „Spatial Video“ in einen Bilderrahmen hinein schaue erlebe ich ein Immersive-Video wie in einer Art persönlichen Kinokuppel. Während bei einem Planetarium die Himmelskuppel sich über mir befindet ist bei einem Immersive Video diese Kuppel senkrecht vor mir. In 180-Grad Sichtbereich schwebt das 3D-Bild nicht nur vor, sondern ich stehe MITTEN in dem Bild.

Diese Videos bieten einen immersiven Einblick, ohne den Aufwand einer vollwertigen VR-Produktion. In Showrooms können Kunden Produkte in einer realitätsnahen Umgebung erleben, ohne vor Ort zu sein. Immobilienmakler nutzen schon heute VR180-Video, um Häuser oder Wohnungen mit lebensechter Raumtiefe zu präsentieren. Im Tourismus ermöglichen solche Videos virtuelle Rundgänge durch Sehenswürdigkeiten oder Hotelzimmer. Marken nutzen sie für exklusive Events, um Kunden und Partner in erster Reihe zu versetzen – wie bei einer Modenschau oder Produktvorstellung. Auch Schulungs- und Weiterbildungsprogramme profitieren, da die Perspektive gezielt auf die wichtigsten Inhalte ausgerichtet wird. Das Format ist ideal, um intensive Erlebnisse zu schaffen und dennoch flexibel und kostengünstig zu bleiben.

Ein Beispiel-Projekt dazu hatte ich in diesem Beitrag vorgestellt: Immersive Video: VR für Industriekunden. Der virtuelle Firmenrundgang – ein Vertriebserlebnis.

Während bei einem Planetarium die Himmelskuppel sich über mir befindet ist bei einem Immersive Video diese Erlebnis-Kuppel senkrecht vor mir.

Sonderfall VR180–Video von Google

Das VR180-YouTube-Format ist „fast“ ein Immersive-Video. Die technischen Details, die bei Immersive-Video für eine vergleichbar bessere Bildqualität sorgt - und anderen Audiodetails fallen dem Laien (fast) keine Unterschiede auf.

Unterschied zu 360–Video und 360–VR–Video

In einem Immersive-Video sehe ich im 180-Grad-Blickwinkel das 3D-Bild. Schon einige Jahre länger gibt es die Videoformate 360-Grad-Video (Rundumvideo) und 360VR-Video (3D-Rundumvideo).

Auch dazu haben wir schon viele verschiedene Projekte umgesetzt, z.B. für Firma igus GmbH (Video-Bericht), K+S Gruppe (Video-Teaser) oder Wavin GmbH, an Orbia business (Video-Beispiel)

Augmented & Virtual Reality

Natürlich gehört das Thema Augmented Reality (AR) ebenso wie Virtual Reality (VR) zu dem Spatial Content-Themenbereich. Statische 3D–Modelle & Interaktiver AR–Content, Apps vs. Web- & Browser-basiertes AR, der Sonderfall Google–Suche, Amazon & Co. greife ich in meinem nächsten Beitrag "Augmented Reality im eCommerce" auf.

Wenn 3D-Inhalte auf einem Display "im Raum" schweben…

Lesetipps zu dem Thema

  1. Fünf Lösungen zur Augmented Reality-Hardware im Vertrieb
  2. AR-Fallbeispiel: Data Driven X by Siemens im Verkaufsgespräch
  3. Messeerfolg maximieren: Exponate durch Augmented Reality aufwerten

Spatial Websites

Viele dieser Formate lassen sich mit einer Apple Vision Pro auch ohne eine App erleben. Dazu muss lediglich eine Website auf diese besonderen Content-Formate vorbereitet sein. Mehr dazu in meinem Beitrag Willkommen in der Zukunft: Wie 3D-Spatial-Websites das Web mit "Augments“ verwandeln.

Teaserbild zur nächsten Ausgabe: "Augmented Reality im eCommerce"

Über meine Agentur viSales GmbH

Seit nun 15 Jahren produzieren wir Content für Sales und Marketing, mehr als 10 Jahre davon schon 360Videos, AR-Content und Co. speziell für den Vertrieb. Seit vielen Jahren liegt unseren Fokus auf leicht zugänglichen Content der für möglichst viele verschiedene Kommunikations– und Verkaufsanlässe genutzt werden kann: Messen, Website, Smartphone, Tablet oder Headsets.

Viele Grüße aus der Stadt Velbert (Zwischen Essen und Wuppertal)

Gerhard Schröder

PS: Wie immer freue mich über die Gedanken meiner LeserInnen zu diesen Zeilen. Daher meine Frage: Welches dieser Formate gefällt Besonders?

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